Diagnose – ODX, OTX, UDS und weitere Standards

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Ein Großteil heutiger Innovationen basiert auf Softwareentwicklungen; auch Fahrzeuge bilden hier keine Ausnahme. Software-Innovationen steigern die Leistung der Fahrzeuge und erhöhen Sicherheit sowie Nachhaltigkeit der Mobilität. Dabei nehmen die Anzahl der Steuergeräte und deren Vernetzung untereinander kontinuierlich zu. Die damit einhergehende, wachsende Komplexität muss über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge sicher beherrscht werden. Neben eigentlichen Steuerungsfunktionen steht zunehmend auch die Diagnose im Fokus der Entwicklungen. Übernahm die Diagnose ursprünglich nur eine Kontrollfunktion für die Einhaltung gesetzlicher Abgasstandards, kommt sie heute in der gesamten Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum Service zum tragen.

In der Vergangenheit haben die Fahrzeughersteller mit großem Aufwand eigene, proprietäre Systeme für die Kommunikation der Steuergeräte entwickelt, die mit nicht kompatiblen Formaten für die Datenbeschreibung arbeiten. Zulieferern, die mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten, ist die herstellerübergreifende Wiederverwendung von Software kaum möglich. Da das Fehlen von Standards hohe Kosten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten verursacht, haben Fahrzeughersteller und Softwarelieferanten gemeinsam verschiedene internationale Standards spezifiziert und umgesetzt.

Für die Diagnose am bedeutendsten sind:
•    Unified Diagnostic Services (UDS) als Diagnoseprotokoll nach ISO 14229 n
•    Kommunikationssystem (D-Server) nach ISO 22900 und 22901

Vollständig standardisiert sind auch die Schnittstellen des D-Servers. Die Datenschnittstelle definiert Open Diagnostic Data Exchange (ODX) als Datenmodell und universelles Austauschformat. Zudem erlaubt die Applikationsschnittstelle (D-Server API) den symbolischen Zugriff auf Steuergeräte- und Fahrzeuginformationen. Mithilfe der Bussystemschnittstelle (D-PDU API) ist die Verwendung von unterschiedlichen Busprotokollen und Vehicle Communication Interfaces (VCI) verschiedener Hersteller möglich.

Zusätzlich erlaubt der Standard Open Test Sequence Exchange (OTX)  Diagnosesequenzen formal in XML zu beschreiben, und ermöglicht darüber hinaus unter anderem den Zugriff auf Diagnosefunktionen, das Flashen und Benutzerinteraktionen. Im Gegensatz zu den Java-Jobs bei ODX sind einmal erstellte Sequenzen langfristig wiederverwendbar.


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